• Ludger Freese

Wie erleben Geschäftsleute diese ausnahmslose Zeit?


Hier bei uns im Ort erscheint vierteljährlich das Magazin „Visbek macht!“. Darin wird so allein über die Geschäftswelt, den Vereinen und der Gemeinde berichtet. Das Magazin für „Visbek und umzu“ wird dabei wie üblich über Anzeigen finanziert.


Die 39. Ausgabe (Juli 2020) hat mich besonders angesprochen und gehört zweifelslos zu den Top-Ausgaben. Darin kommen verschiedene Unternehmer zu Wort, wie sie den „Shutdown“ mit ihren Ängsten, Nöten, Sorgen und Zukunftsperspektiven erlebt haben. Eine wunderbare Vielfalt von Ideen und ehrlichen Aussagen, die mir zeigen, dass es viele kreative Unternehmer gibt, die nicht nur meckern, sondern handeln.


Hier einige Beispiele:

Friseur Christian Niehaus: „…, dass alle Kunden sehr viel Verständnis und Mitgefühl für meine Familie, mein Team und mich als Unternehmer hatten. Damit unsere Kunden weiterhin ihre gewohnte Haarfarbe erhalten konnten, habe ich diese nach ihrer persönlichen Farbrezeptur im Salon angerührt und vor die Haustür gestellt!“

Schuhhaus Laing: „…unseren Kunden einen Lieferservice angeboten. Per WhatsApp haben wir ihnen Bilder geschickt und ihnen die Waren dann vor die Tür gestellt. Alle zwei Wochen – mittwochs – besuchen uns andere Geschäftsleute, um ihre Produkte bei uns zu präsentieren.


Schuhhaus Laing: „…unseren Kunden einen Lieferservice angeboten. Per WhatsApp haben wir ihnen Bilder geschickt und ihnen die Waren dann vor die Tür gestellt. Alle zwei Wochen – mittwochs – besuchen uns andere Geschäftsleute, um ihre Produkte bei uns zu präsentieren.

Matthias Surmann, Schützenhof: „Wir hatten über drei Monate keine Einnahmen. Das Haus war komplett geschlossen. Seit einigen Wochen haben wir nun von freitags bis sonntags geöffnet. Im Juni waren wir mit der DEHOGA auf einer Demonstration in Hannover, um Planungssicherheit zu bekommen!“

Carsten Pötter, Abtei Apotheke: „…Es fällt aus, dass offizielle Seiten nur von einem Impfstoff aus Ausweg aus der Krise sprechen und keiner auf die Idee kommt, sein Immunsystem zu trainieren, gesunde Lebensmittel zu verzehren und eine gesunde Lebensführung anzustreben. Wir beraten unsere Kunden gerade in diesem Sinne! ...“

Gesundheitszentrum Wigger: „. zum ersten Mal für 2,5 Monate geschlossen. In der Zeit haben wir für unsere Kunden Online-Kurse und Trainingseinheiten für zu Hause angeboten. Bei Facebook und über medo. Coach Trainingsapp konnten wir unsere Kunden somit ein gutes Ersatz-Training anbieten…“

Thomas Diekstall, Optik-Uhren-Schmuck: „…wir konnten vermehrt mit Terminen arbeiten, davon profitieren sowohl Kunden als auch wir…so können wir uns genügend Zeit nehmen – auch am Abend nach 18 Uhr. Damit können wir sicherstellen, dass wir genügend Abstand einhalten können und nicht zu viele Personen gleichzeitig im Laden sind…“


Bernhard Zurharke, Garten & Gestaltung: „…wir sind mehr als dankbar, dass wir – mit Einschränkungen – weiterarbeiten durften. Wir erleben, dass Kunden ihren Fokus auf den eigenen Garten geschärft haben und sie sich auf den Sommerurlaub in „Bad Meingarten“ vorbereiten. Dabei helfen wir gerne... den Tag der offenen Tür im Herbst 2020 mussten wir absagen…“

Pfarrer Hermann-Josef Lücker: [zum Corona-Virus] „Unser Alltag ist gegenwärtig total verändert! Du hast viele Menschen, von heute auf morgen, an kaum aushaltbare Grenzen gebracht…Menschen sind durch Home-Office, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen an ihr Limit geraten. Frauen und Männer in den Alten- und Pflegeheimen, den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, müssen oft auf jeglichen Kontakt zu ihren Familien und Angehörigen verzichten…“

Das Magazin ist auch auf der Homepage des Handels- und Gewerbevereines zu sehen. Visbek-macht.com

Mich interessiert es immer, welche Ideen andere Unternehmen hatten um mit dem Virus und deren Folgen umzugehen. Schreibt das einfach in die Kommentarleiste – ich würde mich darüber sehr freuen. Über unsere Maßnahmen und Aktion zur Corona-Chance habe ich schon geschrieben.