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Wie lautet der Zählerstand nach 25 Jahren beim Gas?


Foto: Stromzähler aktuell (Beispielfoto)


Es passieren Dinge, über die man nur laut lachen kann. Kurz vor Weihnachten 2025 erhielt ich von der EWE Vertrieb GmbH aus Oldenburg (Energieversorger) eine Rechnung über den zukünftigen monatlichen Gasabschlag. Da ich schon länger keinen Vertrag mit der EWE mehr habe, war ich über diese Ankündigung irritiert. Auf der Vertragsbestätigung konnte ich erkennen, dass die die „Abnahmestelle“ die Lieferadresse: Leerstand, Dorfstraße 20 in 49429 Visbek stand.  Ich war über eine „Vertragsbestätigung“ verwundert, weil ich mit niemanden von der EWE gesprochen habe und auch keinen Schriftverkehr hatte.


Die Lieferadresse „Dorfstraße 20“ ist ein Haus, dass wir am 12.Oktober 1999 zunächst verpachtet hatten und später am 20.07.2002 an eine andere Person verkauft haben. Ich habe mit einer Belieferung von Gas durch die EWE schon über 25 Jahre nichts mehr zu tun. Das gesamte Geschäftshaus ist vor 23 Jahren (!!!) verkauft worden.


Foto: Das Geschäftshaus in der Dorfstraße 20 in Visbek - OT Rechterfeld


Den gesamten Vorfall habe ich der EWE auch umgehend schriftlich mitgeteilt. Telefonisch ist die Kontaktaufnahme kaum möglich, weil man in einem Call-Center landet. Der Energieversorger hat mich dann aufgefordert einen schriftlichen Nachweis zu erbringen, dass ich nicht mehr Eigentümer der Immobile bin. Dem bin ich umgehend nachgekommen. Eine Kopie des Verpachtungsvertrages von 1999 und einen Auszug vom Kaufvertrag des Notars wurden zur Klärung verschickt. Ich verlangte eine schriftliche Bestätigung von der EWE, dass es keine weiteren Forderungen gegen meine Person mehr gibt und die Sache damit erledigt ist.


Im Schreiben vom 08.Jan.26 (wurde am 14.Jan.26 zugestellt) wurde mir eine Kündigungsbestätigung geschickt mit der Bitte, bis zum 06.Jan.26 den Zählerstand abzulesen. Ich erhielt jedoch zwei Briefe mit zwei unterschiedlichen Vertragsnummern vom Gaslieferanten. Möglichweise kommt auch noch eine Klärung zur Stromlieferung dazu. Das kann ich leider nicht erkennen. Wenn alle Informationen vorliegen, möchte die EWE mir eine verbrauchsgenaue Schlussabrechnung schicken. Aber warum?


Ich soll nun also den Zählerstand in einem Haus ablesen, dass ich schon seit 23 Jahre nicht mehr besitze. Das Geschäftshaus ist wiederholt verkauft worden und wird derzeit von einem Restaurant zu Wohnungen umgebaut, wie man mir erzählte. Ich kenne aber den jetzigen Besitzer nicht. Es kann nicht meine Aufgabe sein, einen Zählerstand für Gas nach 25 Jahren zu erkunden!


In meiner Lokalzeitung habe ich schon mehrfach über solche Diskrepanzen bei anderen Kunden der EWE gelesen. Ich wundere mich immer, wie eines der größten Firmen im Weser-Ems-Raum so ungeschickt agiert.


Mein Fragen:

Wie soll ich nun vorgehen? Wie soll ich einen Zählerstand ablesen, wenn das Haus nicht bewohnt ist? Muss ich mir externe fachliche und juristische Hilfe suchen? Man könnte darüber lachen, aber es belastet mich sehr, weil der Anbieter zu uneinsichtig ist.   

1 Kommentar

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DirkNB
vor 6 Tagen

Der Besuch der nächstgelegenden Verbraucherzentrale könnte helfen und ist nicht so teuer wie ein Anwalt.

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